FDP Bochum

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Schwere Versäumnisse bei Auslandsmaßnahmen für Jugendliche zügig beheben! (20.11.2015)

Felix Haltt, jugendpolitischer Sprecher
Felix Haltt, jugendpolitischer Sprecher
Das Rechnungsprüfungsamt hat die intensiven sozialpädagogischen Maßnahmen des Jugendamtes Bochum im Ausland geprüft und nun einen ausführlichen Bericht vorlegt. "Der nun veröffentlichte Bericht zeigt Versäumnisse auf, die beim sensiblen Thema der individualpädagogischen Betreuung von Kindern und Jugendlichen einfach nicht auftreten dürfen. Es ist nicht durchgängig sauber gearbeitet worden. Daher hat das Rechnungsprüfungsamt dem Jugendamt auch etliche Handlungsempfehlungen ins Stammbuch geschrieben", stellt Felix Haltt, jugendpolitischer Sprecher der Fraktion "FDP & DIE STADTGESTALTER", fest. "So fehlt es an vielen Stellen an nachvollziehbaren Dokumentationen. Sowohl Abweichungen von der gültigen Dienstanweisung als auch vom Zeitablauf für Hilfeplangespräche sind nur teilweise oder gar nicht dokumentiert. Vor allem wird anhand der Akten nicht deutlich, welche Kriterien, die zur Auswahl einer bestimmten Hilfe und der Auswahl des Trägers erfolgten, angelegt wurden. Es bleibt auch offen, wie die Qualitätsbeurteilung vorgenommen wurde, ob wirtschaftliche Aspekte hinreichend beachtet wurden und warum man sich letztendlich für das ausgewählte Angebot entschieden hat. Das muss sich dringend ändern. Denn ohne ausreichende Dokumentationen wird es nur unnötig erschwert, Vorgänge an andere Sachbearbeiter zu übergeben oder Entscheidungen nachzuvollziehen und zu überprüfen."

"Zwei Dinge muss das Jugendamt ohne weiteren Zeitverzug angehen: das angekündigte Qualitätsmanagement und eine nachhaltige Personalentwicklung im Bereich des Sozialen Dienstes", so Haltt. "Für die Auslandsmaßnahmen wurden seit 2009 jährlich über 13 Mio. € ausgegeben. Sieben von elf untersuchten Maßnahmen wurden zudem abgebrochen. In den meisten Fällen entzogen sich die Jugendlichen weiteren inländischen Maßnahmen kurz nach ihrer Rückkehr aus dem Ausland. Ohne ein intensives Controlling geht es einfach nicht. Auch hinsichtlich der Mitarbeitersituation müssen zügig Verbesserungen eintreten. Der Prüfbericht macht deutlich, dass es durch die Fluktuationen bei den Mitarbeitern zu Überlastungen gekommen ist. Wichtiges Fach- und Fallwissen darf durch Wechsel von Sachbearbeitern nicht verloren gehen."

Die Fraktion "FDP & DIE STADTGESTALTER" stellt in der Sitzung des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie am 25.11.2015 eine Anfrage zu den Konsequenzen aus dem Bericht des Rechnungsprüfungsamtes und wird auch in Rechnungsprüfungsausschuss am 27.11.2015 die Vorgänge noch einmal kritisch beleuchten.


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