FDP Bochum

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Haltt: "Smarte Technologien ziehen auf Friedhöfe ein." (21.11.2018)

Die Fraktion "FDP & DIE STADTGESTALTER" macht sich für die Digitalisierung Bochumer Friedhöfe stark.

Felix Haltt, Fraktionsvorsitzender
Felix Haltt, Fraktionsvorsitzender
"Die Stadt Bochum darf die Digitalisierung in der Friedhofskultur nicht verschlafen", erklärt Felix Haltt, Vorsitzender der Fraktion "FDP & DIE STADTGESTALTER". "Digitale Erinnerungs- und Serviceangebote, smarte Technologien für die Pflege von Gräber sowie digitale Möglichkeiten in der internen Verwaltung - damit wollen wir Bochums Friedhöfe an die Realität anpassen."

"Ein großer Teil des sozialen Lebens findet digital statt. Das hat auch Einfluss auf die Bestattungskultur", sagt Haltt. Der Fraktionsvorsitzende will überprüfen, ob QR-Codes auf Grabsteinen in Bochum erlaubt sind. "Darüber kann man sich Erinnerungen an den Verstorbenen auf das Smartphone streamen lassen. Der Verstorbene kann die Inhalte zu Lebzeiten selbst bestimmen. Das Nachwirken und die Erinnerung wird so viel erlebbarer."

Möglichen Kritikern hält er entgegen: "Wer mir sagen will, dass dies alles nicht machbar sei, der kann einfach mal nach München schauen. Dort sind QR-Codes bereits seit 2014 auf den Friedhöfen erlaubt".

"Der technische Fortschritt ermöglicht auch in der Grabpflege neue Chancen", erklärt Haltt mit Blick auf bereits bestehende Angebote kommerzieller Anbieter. "Ein automatisches Bewässerungssystem, Vandalismusmeldungen per Push-Mitteilungen, Grabkameras übers Web und eine Steuerung von LED-Grableuchten per Internet."

"Die Friedhofsverwaltung muss nun beweisen, wie anpassungsfähig sie an die Realität der Menschen ist. Die Entwicklung in der Demographie und den Wandel in der Bestattungskultur von Sarg- hin zu Urnenbestattung hat man bereits verschlafen. Das beweist der große Überhang an ungenutzten Friedhofsflächen in Bochum. Beim Thema Digitalisierung darf sich das nicht wiederholen", sagt Haltt. "Ein erster Schritt wäre es, eine digitale Friedhofskarte mit Navigationsfunktion für mobile Endgeräte aufzusetzen."

Die Fraktion will überprüfen, inwieweit smarte Technologie auf Bochumer Friedhöfen möglich ist und ob die Friedhofssatzung einen solchen Einsatz abbilden kann. Falls notwendig wollen FDP und STADTGESTALTER die Regelungen ändern: "Die Satzung muss sich den Menschen und der wandelnden Kultur anpassen und nicht umgekehrt", fordert Haltt abschließend.

Die Fraktion "FDP & DIE STADTGESTALTER" reicht zu diesem Thema eine Anfrage im Haupt- und Finanzausschuss am 22.11.2018 ein.


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